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SAP an der Spree – unser BIT.forum 2016


Das diesjährige BIT.forum widmet sich den gegenwärtigen Entwicklungen sowie Herausforderungen Ihres SAP Betriebs. Informative Vorträge und anregende Gesprächsrunden zu den aktuellsten SAP-Themen erwarten Sie auf dieser kostenfreien Fachtagung: u.a. erfahren Sie mehr zum SAP Solution Manager 7.2; SAP S/4HANA-Welt; effizienten Cloud-Lösungen; sowie System Landscape Optimization.

Im Vorfeld unserer Fachtagung haben wir mit unseren drei Stream-Verantwortlichen gesprochen und sie zur Ausrichtung ihrer Vortragsreihen sowie ihrer Erwartungshaltung gefragt. Sebastian Herbig (Bereichsleiter Application Lifecycle Management), Jens Horn (Bereichsleiter Application Management Service) und Torsten Sternberg (Principal Consultant Pre-Sales und Business Development) verantworten jeweils BIT.Upgrade, BIT.Technologie und BIT.Innovation.

Sebastian, Jens und Torsten – danke dafür, dass ihr euch die Zeit zum Gespräch genommen habt! Unsere Fachtagung findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Welchen Stellenwert hat das BIT.forum und was erwartet die Teilnehmer?

HORN: In diesem Jahr können sich unsere Kunden auf ein deutlich breiteres Themenspektrum freuen. Neben Fachvorträgen zum bereits aus dem letzten Jahr bekannten Solution Manager werden wir neue und innovative Themen aus der SAP Welt intensiv vorstellen, wie zum Beispiel SAP S/4HANA und Cloud-Lösungen.

HERBIG: Und neben den interessanten Fachvorträgen stellt diese Veranstaltung außerdem eine hervorragende Möglichkeit dar, den Erfahrungsaustausch von Kunde zu Kunde zu initiieren. Zusammen mit unseren Beratern und Kunden entstehen dabei interessante Gespräche und Impulse, die jeder Teilnehmer zu schätzen weiß.

STERNBERG: Dem kann ich nur zustimmen: der gemeinsame Austausch in einer solchen angenehmen Atmosphäre ist auf alle Fälle sehr wichtig. Wir wollen verstehen, welche Erwartungen und Erfahrungen unsere Kunden und Partner haben bzw. gemacht haben. Nur so ist es für uns zukünftig möglich, noch besser auf die Erwartungen der Kunden einzugehen und uns frühzeitig darauf einzustellen. Neben der praktisch orientierten Darstellung der Inhalte profitieren die Teilnehmer zudem von der Möglichkeit, Themen auch direkt mit fachlichen Ansprechpartnern vor Ort zu besprechen.

Welche Erfahrungen habt ihr aus dem letzten BIT.forum mitgenommen und wie beeinflussen diese die Herausforderungen und Entwicklungen im SAP Betrieb?

HERBIG: Aufgrund einer hohen Nachfrage hatte das BIT.forum 2015 einen klaren Fokus auf den SAP Solution Manager, was auch von unseren Kunden begrüßt wurde. In den Pausengesprächen haben meine Kollegen und ich jedoch den zusätzlichen Bedarf mitgenommen, das Thema SAP Betrieb nicht nur aus einer Blickrichtung zu betrachten. Besonders relativ neue Themen wie SAP S/4HANA oder Data Management stellen unsere Kunden vor Herausforderungen, die sich natürlich auch im SAP Betrieb widerspiegeln müssen. Mit der Erweiterung des Themenhorizonts auf dem diesjährigen BIT.forum möchten wir diesen Anforderungen Rechnung tragen.

HORN: Ja, das stimmt; mit der Einführung der HANA- und Cloudtechnologien ergeben sich für alle SAP-Kunden auch neue Anforderungen an den täglichen Betrieb ihrer Systeme. Wir wollen unseren Kunden die Gelegenheit geben, aus unseren Erfahrungen Nutzen zu ziehen und die notwendigen Umstellungen schnell und erfolgreich zu bewältigen.

STERNBERG: Die hohe Dynamik im Bereich der Hard- und Softwareentwicklung führt zu immer kürzeren Innovationszyklen, denen sich unsere Kunden auch im Bereich das SAP Betriebes gegenüber sehen. Mit den verschiedenen Vorträgen zu aktuellen Technologien sowie Innovationen greifen wir derzeit wichtige Indikatoren auf und helfen somit den Teilnehmern bei der Bewertung dieser Themen für ihre eigene Situation.

Welchen Herausforderungen müssen sich Unternehmen hinsichtlich Digitalisierung und SAP S/4HANA sowie Effizienzsteigerung im IT-Betrieb stellen?

HERBIG: Der Trend der letzten Jahre – IT-Prozesse zu optimieren, ressourcenschonend zu agieren und dennoch Innovationstreiber zu sein – wird mit dem Thema Digitalisierung, d.h. der Vernetzung bzw. Digitalisierung aller Produktionsprozesse, auf eine neue Ebene gehoben. Mit der SAP S/4HANA Plattform stellt SAP eine Lösung bereit, die diesen Weg unterstützt. Bei allen Bemühungen in dieser Thematik bedarf es dennoch IT-Mitarbeiter und Entscheider, die diese Systeme am Leben erhalten und weiterentwickeln sowie zum Vorteil ihres Unternehmens einsetzen. Dies ist bei weitem kein einfaches Unterfangen. Ich sehe unsere Aufgabe darin, IT-Fachabteilungen bei diesen Herausforderungen zu unterstützen.

STERNBERG: Dazu zeigen aktuelle Entwicklungen den Trend der kommenden Jahre; Tempo und Integration werden bei immer größeren Datenmengen die zukünftigen Herausforderungen sein. Da es hier oftmals viele Optionen für die Umsetzung von Lösungen gibt z.B. Cloud, Hybrid oder OnPremise, wird die genaue Anforderungs- und Zieldefinition unter Berücksichtigung der vielfältigen Umsetzungsmöglichkeiten ein wesentlicher und richtungsweisender Aspekt bei Kundenprojekten sein. Hier ist sowohl das Unternehmen mit seiner IT-Strategie wie auch der unterstützende Dienstleister mit dem entsprechenden Knowhow gefragt.

HORN: Die Schnelllebigkeit in den Märkten erfordert eine adäquate Unterstützung durch die IT-Systeme. Nur wer seine Geschäftsprozesse schnell an veränderte Marktbedingungen anpassen kann, wird künftig erfolgreich sein. Mit SAP S/4HANA können Unternehmen diese Agilität erreichen und die Vorteile von Echtzeitdaten für wichtige Entscheidungen im Geschäftsbetrieb gewinnbringend nutzen. Wir wollen Wege aufzeigen wie der Betrieb von SAP S/4HANA-Systemen effizient gestaltet werden kann.

Sebastian, mit Blick auf das neue Release, wie unterstützt der SAP Solution Manager 7.2 den Betrieb bestehender Infrastrukturen und künftige ERP-Integrations- und Transformationsprojekte?

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Sebastian Herbig – Bereichsleieter für Application Lifecycle Management

HERBIG: Der SAP Solution Manager bietet neben einzelnen Verbesserungen vor allem im Bereich Geschäftsprozessdokumentation deutliche Mehrwerte. Seitens SAP werden über SAP Activate bereits vordefinierte Prozesse bereitgestellt, die bei einer SAP S/4HANA Implementierung maßgeblich unterstützen können. Durch die bereits bekannten und nochmals verbesserten Funktionen im Test- und Defect-Management wird eine Implementierung bzw. Transition optimal unterstützt. Ergänzt wird diese „Standardfunktionalität“ durch sogenannte SAP Focused Solutions, wie zum Beispiel Focused Build. Hierbei handelt es sich um eine agile Methodik, komplexe Implementierungs- und Transformationsprojekte toolgestützt mit dem SAP Solution Manager durchzuführen.

Meines Erachtens können die aktuellen Herausforderungen unserer Kunden jedoch noch nicht mehrheitlich mit der Frage „Wie führe ich SAP S/4HANA ein?“ zusammengefasst werden, sondern eher mit der Fragestellung „Welche Möglichkeiten und vor allem Mehrwerte bietet mir die SAP S/4HANA-Welt?“. Beim BIT.Technologie-Stream gehen wir genau auf diese Fragestellung ein.

SAP S/4HANA begleitet uns bereits seit geraumer Zeit und ist das gegenwärtige Fokusthema, Jens. Welche Einstiegsmöglichkeiten empfiehlst du IT-Entscheidern im Hinblick auf effizientere Geschäftsprozesse durch SAP S/4HANA?

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Jens Horn – Bereichsleiter für Application Management Service

HORN: Beim Umstieg auf SAP S/4HANA bietet sich stets eine schrittweise Umsetzung an. Es muss also nicht alles mit einem „Big Bang“ umgestellt werden. Allerdings ist die Reihenfolge der einzelnen Schritte wichtig. Zunächst kann eine bestehende SAP Business Suite auf die SAP HANA Datenbank migriert werden. Danach können die einzelnen funktionalen Neuerungen von SAP S/4HANA integriert werden. Im BIT.forum werden wir auf die technologischen Voraussetzungen der einzelnen Schritte näher eingehen.

Wichtig ist, dass auch bei einer schrittweisen Umstellung die gesamte Architektur der künftigen SAP Landschaft detailliert im Voraus geplant wird. Außerdem muss darauf geachtet werden, die neue Lösung von vornherein cloudfähig zu machen. In unserem BIT.Innovation-Stream spielt natürlich auch das Cloud-Thema eine große Rolle.


Bezüglich des Themas SLO/SLT, Torsten, welche Möglichkeiten siehst du, bestehende Infrastrukturen zu optimieren und den Weg in die Cloud vorzubereiten?

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Torsten Sternberg – Principal Consultant Pre-Sales und Business Development

STERNBERG: Zurzeit sehe ich zwei zentrale Treiber für das Thema SLO/SLT. Die Geschwindigkeit mit der heutzutage Unternehmen bzw. Unternehmensanteile gekauft oder verkauft werden hat deutlich zugenommen. Diesen Prozessen auch technologisch zu folgen ist aufgrund der zentralen Bedeutung der IT für die Unternehmenssteuerung eine besondere Herausforderung zuzumessen. Hinzu kommt die technologische Entwicklung, mit der die Komplexität von IT-Landschaften reduziert und langfristig Kosten gespart werden können. Neben der Auflösung der aktuellen Situation, sei es durch eine Konsolidierung, Split oder Optimierung der IT Infrastruktur, steht somit auch die Frage der zukünftigen Ausrichtung im Raum. Die schon angedeutete technologische Entwicklung bietet hier beispielsweise Optionen, eine zukünftige Lösung als Cloud-Variante zu betreiben. Ob eine Cloud-Variante, lokale Lösung oder hybride Lösung für den Kunden geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab, die jedes Unternehmen für sich gemessen an der IT-Strategie bewerten muss.


Sebastian, Jens und Torsten – gestattet uns zum Abschluss noch einen Blick in die Zukunft. Welche Potentiale werden Unternehmen in den nächsten Jahren in ihrem SAP Betrieb heben müssen, um wettbewerbsfähig bleiben zu können?

HERBIG: Ich denke, IT-Abteilungen müssen noch mehr als bisher zum Innovationstreiber werden, da eine Wettbewerbssteigerung zukünftig noch stärker von der Verarbeitung, Analyse sowie Interpretation von Kunden- und Prozessdaten abhängen wird. Daher müssen IT-Abteilungen ihre Aufwände für den SAP Betrieb durch Vereinfachung, Automatisierung oder auch Outtasking soweit reduzieren, dass sie sich auf die Rolle eines Innovationstreibers konzentrieren können. Denn die unternehmensspezifische Erfahrung, die ein hausinterner IT-Mitarbeiter mitbringt, kann man nicht outsourcen.

HORN: Unternehmen, die über einen Umstieg im Zuge des digitalen Wandels nachdenken, sollten sich nicht auf einzelne Systeme fokussieren, sondern ihre gesamte IT-Landschaft gründlich und ehrlich hinterfragen. Ich denke, nur dann ist es auch möglich, alle Effizienzgewinne und Einsparungspotentiale auszuschöpfen, die SAP S/4HANA bietet. Dies setzt, wie schon erwähnt, eine umfassende Gesamtplanung voraus, auch wenn die gesamte Zielarchitektur der Systeme vielleicht erst Jahre später erreicht wird.

STERNBERG: Der Einsatz der richtigen Mittel zum richtigen Zeitpunkt wird aus meiner Sicht die große Herausforderung sein. Es geht nicht darum, bei jeder neuen Innovation dabei zu sein, sondern vielmehr den sinnvollen Einsatz dieser Innovation zu validieren und dann diese Ziele stringent zu verfolgen. Viele tolle Innovationen machen es den Unternehmen manchmal schwer, die für sich richtige Option auszuwählen. Denn oftmals sind umfangreiche Investitionen im Bereich Hard- oder Software wie auch der Ausbildung der Mitarbeitern notwendig, um am Ende den damit verbundenen Vorteil nutzten zu können. Unser BIT.forum soll den Unternehmen bei dieser Entscheidungsfindung behilflich sein.

Sebastian, Jens und Torsten – vielen Dank für das Gespräch!