SAP BW on HANA – Morgens um halb sieben in Deutschland

30. August 2016 / News-Kategorie: Allgemein BIT.Betriebsberatung BIT.Group News

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Stellen Sie sich vor, Sie wären im Support für ein Business Warehouse tätig. Jetzt stellen Sie sich vor, ein SAP-Berater kommt und verspricht, dass Echtzeit-Reporting mit SAP BW on HANA Ihr Geschäft revolutionieren wird. Glauben Sie ihm? Genau darum geht es dem Protagonisten in dieser Geschichte. [caption id="attachment_10979" align="alignright" width="133"] Tino Scharnbeck ist Experte für SAP BW on HANA[/caption] Es ist halb sieben Uhr. Ich schaue auf den Monitor. Drei rote Ampeln signalisieren Fehler in der nächtlichen Datenbereitstellung für das Business Warehouse. Drei von achtundzwanzig. Das ist keine schlechte Quote. Die Fehlerursache ist schnell analysiert. Zur Bereinigung bedarf es eines Mausklicks auf „Wiederholen“. Ein leichtes Unterfangen. Nicht jeden Tag ist die Lösung so einfach. Doch jeden Tag ist etwas zu tun. Das ist mein Job. Ich bin SAP-BW-Administrator. Ich überwache Ladeprozesse ins Business Warehouse. Ich analysiere Ladefehler, führe Korrekturen durch, sorge mich um die Qualität der auswertungsrelevanten Daten im Unternehmen. Ich helfe dem Fachbereich dabei, das Datenmodell anzupassen, wenn sich neue Berichtsanforderungen ergeben. Und ich stehe als interner Berater und erster Ansprechpartner für die Bewertung neuer Softwareprodukte zur Verfügung. Den Vertriebsprofis der Softwarehäuser misstraut man, insbesondere denen der SAP. Schon wieder war einer von der SAP da. Hat etwas von nie dagewesenen Möglichkeiten erzählt. Ein Datenbanksystem namens HANA soll die Revolution im Software-Engineering bringen. Und unser Unternehmen profitiere davon: extreme Kostenersparnis. Der Betriebsaufwand reduziere sich durch „Echtzeit-Reporting“ nahezu auf null. Wie oft haben wir Prophezeiungen dieser Art bereits gehört!? Berlin, 11. August 2016, 14 Uhr Ein Meeting wird kurzfristig organisiert. Echtzeit-Reporting brennt unserem Chef-Controller schon lange unter den Nägeln. Es ist keine zwölf Monate her, da hatte ich Anforderungen nach Realtime-Auswertungen im SAP BW zu bewerten. Mein Urteil damals: Technisch machbar – unter Verdopplung der Projekt- und Betriebskosten. Die aufgezeigten Kosten führten dann zur Einsicht, den Schritt nicht zu gehen. Ich werde misstrauisch, als der SAP-Berater erläutert: HANA-Echtzeit-Reporting ist kostengünstiger zu realisieren als die Entwicklung klassischer SAP-BW-Anwendungen. Der Chef-Controller wird aufmerksam – wirft mir einen fragenden Blick zu. Ich muss einschreiten, bevor nicht haltbare Erwartungen geweckt werden. In meiner Argumentation hole ich weit aus: Ein Abriss über historische Strategien der SAP, über eingeführte und wieder zurückgezogene Produkte, über vollmundige Versprechen, die nicht eingelöst wurden… Die Euphorie ist aus dem Gesichtsausdruck des Chef-Controllers gewichen. Ich bin zufrieden. Berlin, 12. August 2016, 9 Uhr Der IT-Leiter hat mich zu sich gebeten. Anscheinend wurde er von unserem Chef-Controller kontaktiert. Auf seinen Wunsch reflektiere ich die Ergebnisse des letzten Meetings. Er teilt meine Meinung, dass nicht vorschnell und ungeprüft neue Produkte der SAP eingeführt werden sollten. Doch gänzlich verweigern könne er sich dem Anliegen aus dem Controlling nicht. Die Fachabteilung fordere von der IT schließlich schon lange, Auswertungsmöglichkeiten in Echtzeit bereitzustellen. Sein Vorschlag, einen Prototyp auf der neuen Plattform zu entwickeln, klingt vernünftig. Berlin, 16. August 2016, 10 Uhr Ein Partnerunternehmen der SAP hat  uns zu Validierungszwecken ein BW-on-HANA-System und einen Spezialisten für die Prototyp-Entwicklung zur Verfügung gestellt. Ein externer Berater sitzt nun in meinem Büro, um realistische Echtzeit- Auswertungen nach meinen Vorgaben zu entwickeln. Ich wähle einen besonders komplexen Anwendungsfall: Kassendaten unserer Verkaufsfilialen. Mehrere Hundert Kassen senden Bon-Positionen unmittelbar ins SAP BW: Massendaten. Auswertungen sind erst am nächsten Tag möglich. Die Beladungs- und Transformationsprozesse dauern fast die ganze Nacht. Diese Prozessketten verursachen durch Ladeabbrüche häufig Probleme. Ganz zu schweigen vom Aufwand für Erweiterungen am Datenmodell. Die nach den Anpassungen notwendigen Beladungen, Tests, Korrekturen, Neubeladungen, Re-Tests kosten Zeit und damit Geld. Unsere Beauftragung des HANA-Spezialisten endet aber bereits nächste Woche. Das ist so gut wie nicht zu schaffen, denke ich. Innerlich freue ich mich auf die Abschlusspräsentation. Vorweggenommene Schadenfreude? Ja, vielleicht. Berlin, 27. August 2016, 16 Uhr Die Präsentation der SAP-BW-on-HANA-Applikation ist all meinen Erwartungen zum Trotz von Erfolg gekrönt. Verbesserungspotenzial ist sicherlich vorhanden. Jedoch kann der Berater die Verkaufszahlen quasi in Echtzeit zur Anzeige bringen. Ein Dashboard zeigt in anschaulichen Grafiken den Verkaufserfolg der letzten Stunde pro Filiale. Der Chef-Controller ist begeistert. Das ist auch für mich beeindruckend. Doch habe ich gemischte Gefühle: Was kommt jetzt auf mich zu? Weiterbildung? Umschulung? Schaffe ich es, mich auf die neue Technologie einzustellen? Der Berater scheint meine Gedanken zu erahnen. Er zeigt die Werkzeuge, mit denen er entwickelt hat. Das ist ein SAP BW, so wie ich es kenne. Auch der Query- Designer zur Berichtsdefinition ist nach wie vor das Tool der Wahl. Damit kann ich arbeiten. Ein neues Tool kommt zwar dazu: SAP HANA Studio. Das kommt mir aber sehr bekannt vor. Ich erfahre auch warum. Es handelt sich um Eclipse, eine offene Entwicklungsplattform, die ich noch aus dem Studium kenne. Sollte die SAP tatsächlich auf Programmierumgebungen setzen, die nicht von Grund aus selbst erfunden wurden? Der Know-how-Erwerb im Umgang mit SAP-Systemen könnte insbesondere für Berufseinsteiger zukünftig deutlich einfacher werden. Berlin, 30. August 2016, 16 Uhr Nach dem Erfolg der Präsentation hat die Geschäftsführung nicht gezögert, Mittel für eine Migration aller bestehenden SAP-Systeme auf HANA bereitzustellen. Die Einsparungen im Betrieb und die  Möglichkeit, Berichtsanwendungen wesentlich effizienter entwickeln zu können, haben überzeugt. Außerdem verspricht man sich Wettbewerbsvorteile, wenn Daten in Echtzeit analysiert werden und man unmittelbar auf Geschäftsprozesse Einfluss nehmen kann. Ich wurde dem Projekt für die Migration des SAP-BW-Systems zugewiesen. Es wird in kurzer Zeit viel Arbeit zu bewältigen sein. Eine Weile werde ich wohl nicht mehr hier ins Tagebuch schreiben können. Berlin, 4. September 2016, 6.30 Uhr Es ist halb sieben Uhr. Nach wie vor bin ich der Erste im Büro. Ich schaue auf den Monitor. Drei grüne Ampeln signalisieren, dass die Prozessketten fehlerfrei durchgelaufen sind. Drei von drei. Die Einführung des Echtzeit-Reportings geht mit Virtualisierungen im Datenmodell einher. Daten müssen nun nicht mehr geladen, transformiert, mehrfach physisch zwischengespeichert werden. Die Anzahl der Prozessketten hat sich auf ein Minimum reduzieren lassen. Morgens um halb sieben Uhr besteht für mich eigentlich keine Notwendigkeit mehr, Ladeprozesse zu kontrollieren. Langweilig ist mir deshalb trotzdem nicht. Ich nutze die morgendliche Ruhe und die frei gewordene Zeit, um gänzlich neue Auswertungen zu entwickeln. So habe ich z. B. festgestellt, dass Staumeldungen und das Wetter Einfluss auf den Umsatz in unseren Filialen haben. Ich bin gespannt, was unser Chef-Controller dazu sagen wird! Nachtrag Die vorliegende Geschichte ist rein fiktiv. Auch der Autor der Tagebucheinträge ist frei erfunden. Nicht erfunden ist jedoch der Bedarf, Auswertungen in Echtzeit durchführen zu können. Genauso wenig erfunden ist jedoch auch die Zurückhaltung vieler Unternehmen, wenn seitens der SAP Innovationen angepriesen werden. Nicht jede Software-Einführung der SAP war in der Vergangenheit aus Kundensicht von Erfolg bestimmt. Einige strategisch positionierte Produkte wurden kurze Zeit später durch neue Technologien ersetzt. Der Konflikt des Tagebuch-Autors steht für den Leidensweg all jener SAP-Anwender, die nicht nur positive Erfahrungen nach einer Produkteinführung durchlebt haben. In Folge seiner Erfahrung mit Marketingkampagnen und der einsetzenden Ernüchterung im realen Projektgeschäft verhält er sich zunächst ablehnend gegenüber Neuerungen. Aufgrund des Drucks aus dem Business kommt der IT-Spezialist jedoch nicht drumherum, sich mit HANA auseinanderzusetzen. Auch das ist ein sehr reales Szenario. Am Ende erkennt der Held der Geschichte seinen Irrtum. Er macht die Erfahrung, dass HANA eine Reihe alltäglicher Probleme sofort lösen kann und darüber hinaus Freiräume schafft, sich mit den Kernfragen des Unternehmens auseinanderzusetzen: wie das Geschäft optimiert werden kann. Mit der Geschichte wurde der Versuch unternommen, das Interesse an HANA trotz allseits präsenter Kritik an der SAP neu zu wecken. HANA stellt ein enormes Innovationspotenzial dar. Oft werden jedoch technische Detailfragen, wie In-memory- Technologie, spaltenbasierte Datenhaltung, Kompressionsverfahren oder Parallelprozesse, in den Fokus gesetzt. Dem Anwender kommt es darauf selten an. Das Auto soll fahren. Der Aufbau des Motors ist den meisten Fahrern weitgehend egal. Auch die Maximalgeschwindigkeit des Fahrzeugs ist im innerstädtischen Straßenverkehr wenig von Belang. Was aber, wenn gar kein Auto mehr benötigt wird, weil die Einkäufe direkt an die Tür geliefert werden? Was, wenn man nicht mehr zur Arbeit fahren muss, weil der Job von zu Hause erledigt werden kann? Ausgaben für Benzin und Wartungskosten entfallen – und man spart Zeit, die kreativ genutzt werden kann. Es sind die wirtschaftlichen Fragestellungen, die für ein Unternehmen von Bedeutung sind, genauso wie einhergehende Änderungen der Geschäftsprozesse. Das wird in den aktuellen, oft sehr technisch geführten Diskussionen rund um HANA häufig nicht bedacht. Hinweis: Als SAP-Beratungshaus und -Partner achten wir stets auf die Schreibweise von SAP-Produkten, weshalb im Originaltext „SAP HANA“ durchgehend erscheint. Die Redaktion des E-3 Magazins hat jedoch beim Redigieren des Textes den Namen durchgehend auf „Hana“ geändert, begründet durch die deutsche Rechtschreibung. Wir bitten um Nachsicht diesbezüglich beim folgenden Link.

SAP an der Spree – unser BIT.forum 2016

23. August 2016 / News-Kategorie: BIT.Events BIT.Leistungen News

Das diesjährige BIT.forum widmet sich den gegenwärtigen Entwicklungen sowie Herausforderungen Ihres SAP Betriebs. Informative Vorträge und anregende Gesprächsrunden zu den aktuellsten SAP-Themen …
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Das diesjährige BIT.forum widmet sich den gegenwärtigen Entwicklungen sowie Herausforderungen Ihres SAP Betriebs. Informative Vorträge und anregende Gesprächsrunden zu den aktuellsten SAP-Themen erwarten Sie auf dieser kostenfreien Fachtagung: u.a. erfahren Sie mehr zum SAP Solution Manager 7.2; SAP S/4HANA-Welt; effizienten Cloud-Lösungen; sowie System Landscape Optimization. Im Vorfeld unserer Fachtagung haben wir mit unseren drei Stream-Verantwortlichen gesprochen und sie zur Ausrichtung ihrer Vortragsreihen sowie ihrer Erwartungshaltung gefragt. Sebastian Herbig (Bereichsleiter Application Lifecycle Management), Jens Horn (Bereichsleiter Application Management Service) und Torsten Sternberg (Principal Consultant Pre-Sales und Business Development) verantworten jeweils BIT.Upgrade, BIT.Technologie und BIT.Innovation. Sebastian, Jens und Torsten - danke dafür, dass ihr euch die Zeit zum Gespräch genommen habt! Unsere Fachtagung findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Welchen Stellenwert hat das BIT.forum und was erwartet die Teilnehmer? HORN: In diesem Jahr können sich unsere Kunden auf ein deutlich breiteres Themenspektrum freuen. Neben Fachvorträgen zum bereits aus dem letzten Jahr bekannten Solution Manager werden wir neue und innovative Themen aus der SAP Welt intensiv vorstellen, wie zum Beispiel SAP S/4HANA und Cloud-Lösungen. HERBIG: Und neben den interessanten Fachvorträgen stellt diese Veranstaltung außerdem eine hervorragende Möglichkeit dar, den Erfahrungsaustausch von Kunde zu Kunde zu initiieren. Zusammen mit unseren Beratern und Kunden entstehen dabei interessante Gespräche und Impulse, die jeder Teilnehmer zu schätzen weiß. STERNBERG: Dem kann ich nur zustimmen: der gemeinsame Austausch in einer solchen angenehmen Atmosphäre ist auf alle Fälle sehr wichtig. Wir wollen verstehen, welche Erwartungen und Erfahrungen unsere Kunden und Partner haben bzw. gemacht haben. Nur so ist es für uns zukünftig möglich, noch besser auf die Erwartungen der Kunden einzugehen und uns frühzeitig darauf einzustellen. Neben der praktisch orientierten Darstellung der Inhalte profitieren die Teilnehmer zudem von der Möglichkeit, Themen auch direkt mit fachlichen Ansprechpartnern vor Ort zu besprechen. Welche Erfahrungen habt ihr aus dem letzten BIT.forum mitgenommen und wie beeinflussen diese die Herausforderungen und Entwicklungen im SAP Betrieb? HERBIG: Aufgrund einer hohen Nachfrage hatte das BIT.forum 2015 einen klaren Fokus auf den SAP Solution Manager, was auch von unseren Kunden begrüßt wurde. In den Pausengesprächen haben meine Kollegen und ich jedoch den zusätzlichen Bedarf mitgenommen, das Thema SAP Betrieb nicht nur aus einer Blickrichtung zu betrachten. Besonders relativ neue Themen wie SAP S/4HANA oder Data Management stellen unsere Kunden vor Herausforderungen, die sich natürlich auch im SAP Betrieb widerspiegeln müssen. Mit der Erweiterung des Themenhorizonts auf dem diesjährigen BIT.forum möchten wir diesen Anforderungen Rechnung tragen. HORN: Ja, das stimmt; mit der Einführung der HANA- und Cloudtechnologien ergeben sich für alle SAP-Kunden auch neue Anforderungen an den täglichen Betrieb ihrer Systeme. Wir wollen unseren Kunden die Gelegenheit geben, aus unseren Erfahrungen Nutzen zu ziehen und die notwendigen Umstellungen schnell und erfolgreich zu bewältigen. STERNBERG: Die hohe Dynamik im Bereich der Hard- und Softwareentwicklung führt zu immer kürzeren Innovationszyklen, denen sich unsere Kunden auch im Bereich das SAP Betriebes gegenüber sehen. Mit den verschiedenen Vorträgen zu aktuellen Technologien sowie Innovationen greifen wir derzeit wichtige Indikatoren auf und helfen somit den Teilnehmern bei der Bewertung dieser Themen für ihre eigene Situation. Welchen Herausforderungen müssen sich Unternehmen hinsichtlich Digitalisierung und SAP S/4HANA sowie Effizienzsteigerung im IT-Betrieb stellen? HERBIG: Der Trend der letzten Jahre - IT-Prozesse zu optimieren, ressourcenschonend zu agieren und dennoch Innovationstreiber zu sein - wird mit dem Thema Digitalisierung, d.h. der Vernetzung bzw. Digitalisierung aller Produktionsprozesse, auf eine neue Ebene gehoben. Mit der SAP S/4HANA Plattform stellt SAP eine Lösung bereit, die diesen Weg unterstützt. Bei allen Bemühungen in dieser Thematik bedarf es dennoch IT-Mitarbeiter und Entscheider, die diese Systeme am Leben erhalten und weiterentwickeln sowie zum Vorteil ihres Unternehmens einsetzen. Dies ist bei weitem kein einfaches Unterfangen. Ich sehe unsere Aufgabe darin, IT-Fachabteilungen bei diesen Herausforderungen zu unterstützen. STERNBERG: Dazu zeigen aktuelle Entwicklungen den Trend der kommenden Jahre; Tempo und Integration werden bei immer größeren Datenmengen die zukünftigen Herausforderungen sein. Da es hier oftmals viele Optionen für die Umsetzung von Lösungen gibt z.B. Cloud, Hybrid oder OnPremise, wird die genaue Anforderungs- und Zieldefinition unter Berücksichtigung der vielfältigen Umsetzungsmöglichkeiten ein wesentlicher und richtungsweisender Aspekt bei Kundenprojekten sein. Hier ist sowohl das Unternehmen mit seiner IT-Strategie wie auch der unterstützende Dienstleister mit dem entsprechenden Knowhow gefragt. HORN: Die Schnelllebigkeit in den Märkten erfordert eine adäquate Unterstützung durch die IT-Systeme. Nur wer seine Geschäftsprozesse schnell an veränderte Marktbedingungen anpassen kann, wird künftig erfolgreich sein. Mit SAP S/4HANA können Unternehmen diese Agilität erreichen und die Vorteile von Echtzeitdaten für wichtige Entscheidungen im Geschäftsbetrieb gewinnbringend nutzen. Wir wollen Wege aufzeigen wie der Betrieb von SAP S/4HANA-Systemen effizient gestaltet werden kann. Sebastian, mit Blick auf das neue Release, wie unterstützt der SAP Solution Manager 7.2 den Betrieb bestehender Infrastrukturen und künftige ERP-Integrations- und Transformationsprojekte? [caption id="attachment_9244" align="alignleft" width="150"]Sebastian Herbig Sebastian Herbig - Bereichsleieter für Application Lifecycle Management[/caption] HERBIG: Der SAP Solution Manager bietet neben einzelnen Verbesserungen vor allem im Bereich Geschäftsprozessdokumentation deutliche Mehrwerte. Seitens SAP werden über SAP Activate bereits vordefinierte Prozesse bereitgestellt, die bei einer SAP S/4HANA Implementierung maßgeblich unterstützen können. Durch die bereits bekannten und nochmals verbesserten Funktionen im Test- und Defect-Management wird eine Implementierung bzw. Transition optimal unterstützt. Ergänzt wird diese "Standardfunktionalität" durch sogenannte SAP Focused Solutions, wie zum Beispiel Focused Build. Hierbei handelt es sich um eine agile Methodik, komplexe Implementierungs- und Transformationsprojekte toolgestützt mit dem SAP Solution Manager durchzuführen. Meines Erachtens können die aktuellen Herausforderungen unserer Kunden jedoch noch nicht mehrheitlich mit der Frage "Wie führe ich SAP S/4HANA ein?" zusammengefasst werden, sondern eher mit der Fragestellung "Welche Möglichkeiten und vor allem Mehrwerte bietet mir die SAP S/4HANA-Welt?". Beim BIT.Technologie-Stream gehen wir genau auf diese Fragestellung ein. SAP S/4HANA begleitet uns bereits seit geraumer Zeit und ist das gegenwärtige Fokusthema, Jens. Welche Einstiegsmöglichkeiten empfiehlst du IT-Entscheidern im Hinblick auf effizientere Geschäftsprozesse durch SAP S/4HANA? [caption id="attachment_8926" align="alignright" width="144"]bitgroup_jens horn Jens Horn - Bereichsleiter für Application Management Service[/caption] HORN: Beim Umstieg auf SAP S/4HANA bietet sich stets eine schrittweise Umsetzung an. Es muss also nicht alles mit einem "Big Bang" umgestellt werden. Allerdings ist die Reihenfolge der einzelnen Schritte wichtig. Zunächst kann eine bestehende SAP Business Suite auf die SAP HANA Datenbank migriert werden. Danach können die einzelnen funktionalen Neuerungen von SAP S/4HANA integriert werden. Im BIT.forum werden wir auf die technologischen Voraussetzungen der einzelnen Schritte näher eingehen. Wichtig ist, dass auch bei einer schrittweisen Umstellung die gesamte Architektur der künftigen SAP Landschaft detailliert im Voraus geplant wird. Außerdem muss darauf geachtet werden, die neue Lösung von vornherein cloudfähig zu machen. In unserem BIT.Innovation-Stream spielt natürlich auch das Cloud-Thema eine große Rolle. Bezüglich des Themas SLO/SLT, Torsten, welche Möglichkeiten siehst du, bestehende Infrastrukturen zu optimieren und den Weg in die Cloud vorzubereiten? [caption id="attachment_11218" align="alignleft" width="150"]Torsten Sternberg - Portrait 198 Torsten Sternberg - Principal Consultant Pre-Sales und Business Development[/caption] STERNBERG: Zurzeit sehe ich zwei zentrale Treiber für das Thema SLO/SLT. Die Geschwindigkeit mit der heutzutage Unternehmen bzw. Unternehmensanteile gekauft oder verkauft werden hat deutlich zugenommen. Diesen Prozessen auch technologisch zu folgen ist aufgrund der zentralen Bedeutung der IT für die Unternehmenssteuerung eine besondere Herausforderung zuzumessen. Hinzu kommt die technologische Entwicklung, mit der die Komplexität von IT-Landschaften reduziert und langfristig Kosten gespart werden können. Neben der Auflösung der aktuellen Situation, sei es durch eine Konsolidierung, Split oder Optimierung der IT Infrastruktur, steht somit auch die Frage der zukünftigen Ausrichtung im Raum. Die schon angedeutete technologische Entwicklung bietet hier beispielsweise Optionen, eine zukünftige Lösung als Cloud-Variante zu betreiben. Ob eine Cloud-Variante, lokale Lösung oder hybride Lösung für den Kunden geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab, die jedes Unternehmen für sich gemessen an der IT-Strategie bewerten muss. Sebastian, Jens und Torsten - gestattet uns zum Abschluss noch einen Blick in die Zukunft. Welche Potentiale werden Unternehmen in den nächsten Jahren in ihrem SAP Betrieb heben müssen, um wettbewerbsfähig bleiben zu können? HERBIG: Ich denke, IT-Abteilungen müssen noch mehr als bisher zum Innovationstreiber werden, da eine Wettbewerbssteigerung zukünftig noch stärker von der Verarbeitung, Analyse sowie Interpretation von Kunden- und Prozessdaten abhängen wird. Daher müssen IT-Abteilungen ihre Aufwände für den SAP Betrieb durch Vereinfachung, Automatisierung oder auch Outtasking soweit reduzieren, dass sie sich auf die Rolle eines Innovationstreibers konzentrieren können. Denn die unternehmensspezifische Erfahrung, die ein hausinterner IT-Mitarbeiter mitbringt, kann man nicht outsourcen. HORN: Unternehmen, die über einen Umstieg im Zuge des digitalen Wandels nachdenken, sollten sich nicht auf einzelne Systeme fokussieren, sondern ihre gesamte IT-Landschaft gründlich und ehrlich hinterfragen. Ich denke, nur dann ist es auch möglich, alle Effizienzgewinne und Einsparungspotentiale auszuschöpfen, die SAP S/4HANA bietet. Dies setzt, wie schon erwähnt, eine umfassende Gesamtplanung voraus, auch wenn die gesamte Zielarchitektur der Systeme vielleicht erst Jahre später erreicht wird. STERNBERG: Der Einsatz der richtigen Mittel zum richtigen Zeitpunkt wird aus meiner Sicht die große Herausforderung sein. Es geht nicht darum, bei jeder neuen Innovation dabei zu sein, sondern vielmehr den sinnvollen Einsatz dieser Innovation zu validieren und dann diese Ziele stringent zu verfolgen. Viele tolle Innovationen machen es den Unternehmen manchmal schwer, die für sich richtige Option auszuwählen. Denn oftmals sind umfangreiche Investitionen im Bereich Hard- oder Software wie auch der Ausbildung der Mitarbeitern notwendig, um am Ende den damit verbundenen Vorteil nutzten zu können. Unser BIT.forum soll den Unternehmen bei dieser Entscheidungsfindung behilflich sein. Sebastian, Jens und Torsten - vielen Dank für das Gespräch!

Die BIT führt wissenschaftliche Studie zum Solution Manager 7.2 durch

10. August 2016 / News-Kategorie: ALM Prozesse Managed Services News

Demnächst erfolgt die allgemeine Marktfreigabe des SAP Solution Managers 7.2. Aus diesem Anlass führt die BIT.Group GmbH in Kooperation mit der Technischen …
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Demnächst erfolgt die allgemeine Marktfreigabe des SAP Solution Managers 7.2. Aus diesem Anlass führt die BIT.Group GmbH in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden (TU Dresden) eine großangelegte wissenschaftliche Studie zum SAP Solution Manager durch. Nehmen Sie an der Umfrage teil und erhalten Sie die Chance, eins von 30 Fachbüchern zum SAP Solution Manager zu gewinnen! Johannes Henning führt die Studie im Auftrag der BIT und der TU Dresden im Rahmen seiner Masterarbeit an der Universität aus und erklärt: „Unser Hauptziel ist es, die Zufriedenheit mit dem Solution Manager 7.1 und die Erwartungen der Nutzer an den Solution Manager 7.2 genauer zu untersuchen“. Dr. Christian Leyh, Habilitand am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Informationssysteme in Industrie und Handel, der TU Dresden und Betreuer der Arbeit ergänzt: „Bisherige Veröffentlichungen zum SAP Solution Manager sind vor allem stark praxisorientiert. Mithilfe dieser Studie wollen wir auch die wissenschaftliche Diskussion zum SAP Solution Manager anregen und freuen uns daher besonders auf eine hohe Teilnehmerzahl an der Umfrage.“ Die BIT.Group bindet eine enge und langjährige Partnerschaft mit der SAP und Experten der BIT stehen bereits seit Ende 2014  im engen Austausch mit der SAP-Entwicklung zum bevorstehenden Release des Solution Managers. Eine aktive Mitarbeit mehrerer BIT.Group-Berater in verschiedenen DSAG- und SAP-Arbeitsgremien sichert außerdem eine erfolgreiche Rückkopplung der Umfrageergebnisse und somit den Einbezug gewisser Themen in die langfristige Weiterentwicklung des Solution Managers. Zur Umfragezielgruppe gehören alle Unternehmen, die den Solution Manager nutzen oder bis Ende 2017 einführen wollen. Umfrageteilnehmer erhalten auf Wunsch die exklusive Auswertung der Studie und haben zusätzlich die Chance, eins von 30 Fachbüchern zum SAP Solution Manager als Dankeschön für die Teilnahme zu gewinnen. Sie sind Nutzer des SAP Solution Managers oder planen, demnächst den Solution Manager einzuführen? Dann nehmen Sie an der Umfrage teil und ergreifen Sie die Chance, auf die langfristige Entwicklung des Solution Managers Einfluss zu nehmen! Weitere Informationen sowie den Zugriff auf die Umfrage finden Sie unter www.soscisurvey.de/solman